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Elektro-Taxis


31.08.2011 Elektro-Taxis werden bereits in München seit Juli 2011 von der IsarFunk-Zentrale in München eingesetzt!
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Elektro-Taxis sind Taxis, die statt mit Benzin oder Diesel mit elektrischer Energie betrieben werden. Den Strom dazu erhalten diese Fahrzeuge aus Batterieboxen, die wiederrum mehrere Batterien enthalten können. Die Batterien können mehrere Tausend mal geladen werden, z.B. an Stromtankstellen

Taxi

 

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

 

Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem Taxi als Verkehrsmittel.

 

Ein Taxi (Pl. die Taxis) ist ein von einem Kraftfahrer mit Personenbeförderungsschein gelenktes Individualverkehrsmittel zur Personenbeförderung gegen Bezahlung. Es gibt auch die Bezeichnung die Taxe (Pl. die Taxen), „Taxe“ bezeichnet aber auch die taxmäßige Vergütung nach § 612 BGB.

Noch in den 1950er Jahren trugen die Taxen in Deutschland ein schwarz-weiß kariertes Band unter den Fenstern und entweder ein außen, vor dem linken Außenspiegel angebrachtes Schild mit der Aufschrift „Taxe“, oder ein hinter der Windschutzscheibe angebrachtes, ebenfalls beleuchtetes Schild mit der Aufschrift „Taxe frei“, beide mit weißer Schrift auf rotem Grund. Taxi ist die internationalisierte Bezeichnung. Begrifflich werden unter Taxis in der Regel Personenkraftwagen (Pkw) verstanden. Wenn Kleinbusse (Taxibusse) als Taxis eingesetzt werden, werden sie auch Großraumtaxis genannt.

Begriffsbestimmung

Der Begriff „Taxi“ stammt von dem in der Droschke zur Preisbestimmung genutzten Taxameter (gr. etwa Gebührenmesser, auch Fahrpreisanzeiger, gelegentlich als Taxi-Uhr bezeichnet;). Die Kurzbezeichnung für dieses Messgerät ging in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts auf die Droschke/Kraftdroschke selbst über. Minicars (früher Funkmietwagen mit Fahrer) unterscheiden sich von Taxis. Neben anderen Unterscheidungsmerkmalen verfügen diese nicht über ein Taxameter, sondern über einen Wegstreckenmesser oder auch -anzeiger, an dem man während der Fahrt nur die zurückgelegte Strecke und nicht den aktuellen Fahrpreis ablesen kann.

Geschichte

 

Das erste Taxiunternehmen Deutschlands mit motorisierten Fahrzeugen gründete Friedrich Lutzmann 1893.

Arten von Taxis

Funktaxi

Eine Funktaxi ist ein Taxi, das telefonisch oder durch andere Kommunikationswege vom Kunden bei einer Funkleitstelle einer Taxivermittlung bestellt werden kann und das von dieser per Funk zum Startpunkt der Taxifahrt beordert wird. In vielen Städten ist bereits eine Umstellung auf den Digitalfunk, sprachlos und mit einem Display am Armaturenbrett, erfolgt. Bei der Taxidisposition gehören GPS-gestützte Funkleitsysteme mittlerweile zum normalen Großstadtbild.
Bis ins Jahr 2006 wurde ein Taxi rechtlich immer noch als sogenannte Kraftdroschke eingeordnet, wie in den Anfangstagen der gewerblichen Personenbeförderung durch Motorkraft.

Irrtümlich wird von der Bevölkerung meistens angenommen, dass die Vermittlungszentralen die Taxis besitzen. Tatsächlich ist ein großer Teil der auf der Straße gefahrenen Taxis Eigentum von Einzelunternehmern. Die Taxiunternehmer sind gegen Gebühren an die Zentralen angeschlossen.

Sammeltaxi

? Hauptartikel: Sammeltaxi

Anruf-Sammeltaxi

Ein Anruf-Sammel-Taxi (AST) ist eine besondere Form der Personenbeförderung per Taxe. Der Sinn eines AST besteht darin, möglichst viele Fahrgäste gleichzeitig von einem Aufnahmepunkt wirtschaftlich zu befördern und eng mit den lokalen Verkehrsbetrieben zusammenzuarbeiten, um sich gegenseitig zu unterstützen. Das AST fährt nur in der Zeit, in der ein Transport mit dem regulären Linienverkehr nicht möglich ist. In der Regel muss ein AST, das dann die Fahrgäste an einem Haltepunkt des ÖPNV aufnimmt, etwa 30 Minuten (regionsabhängig) vor gewünschten Fahrtantritt telefonisch bestellt werden.

Wassertaxi

? Hauptartikel: Wassertaxi

Ein Wassertaxi ist ein Boot bzw. ein Wasserfahrzeug, das als Taxi dem Öffentlichen Personennahverkehr in Städten mit Wasserwegen, Kanälen und Flüssen dient.

Lufttaxi

Ein Lufttaxi ist ein Flugzeug oder ein Helikopter, das bzw. der Passagiere, zum Teil gegen festes Entgelt, in oft entlegene Gebiete befördert. Besonders als Zubringer zu Inseln werden Flugzeuge oder Wasserflugzeuge eingesetzt (s. Maldivian Air Taxi).

Frauentaxi und andere Sonderformen

Ein Frauentaxi ist ein Taxi, das es in vielen deutschen Städten gibt, und das Frauen, vorzugsweise in der Dunkelheit, sicher nach Hause bringen soll. Neben den Frauentaxis oder auch dem artverwandten Schüler-/Jugend-/Kindertaxi gibt es noch zahlreiche andere (werbeeffektive) Sonderformen, wie das Großraumtaxi, das Schwulentaxi („Tuxi“, als Werbeaktion für Safer Sex während der Karnevalstage in Köln), Bürotaxis (mit Laptop und Telefon), Airporttaxi (inhaltsleerer Werbebegriff, weil jedes Taxi den Flughafen anfährt) und sogar Fahrradfahrertaxis, die mit einem Fahrradhalter am Heck oder auf dem Dach ausgerüstet sind. In vielen Ländern gibt es sogenannte Motortaxis. Das sind meist Autorikschas.

Der Begriff „Kindertaxi“ wird verschieden verwendet. Einerseits bezeichnet es Taxiwagen, die mindestens einen Kindersitz mitführen.[1] Andererseits wird der Begriff auch für eine altersgemäß betreute Beförderung von Kindern verwendet, beispielsweise für den Hin- und Rücktransport zur Kindertagesbetreuung.[2]

Da der Begriff Taxi außerhalb des behördlich kontrollierten Bereiches Personenbeförderung, nicht geschützt ist, benutzen auch andere Dienstleister ihn als werbeträchtige Bezeichnung für ihre Transportdienste. So gibt es das Pizzataxi, Videotaxi, Lasten-/Möbeltaxi, Kondomtaxi, Bluttaxi (Blutkonserven), Blumentaxi, das zuvor beschriebene Luft-/Air-/Heli-taxi (Flugbeförderung) usw.

Situation in Deutschland

Deutschlandweite Rufnummer

Es gibt konkurrierende Rufnummern, die für sich in Anspruch nehmen, die bundeseinheitliche Rufnummer für Taxis zu sein. Über diese Rufnummern erreicht man dann das nächste der angeschlossenen Mitgliedsunternehmen. Konkurrieren in einem Ort verschiedene Taxiunternehmen und können sich nicht alle auf die Nutzung einer einheitlichen Rufnummer verständigen oder besteht vereinzelt kein Interesse an diesem kostenpflichtigen Service, wird diese Nummer in dem jeweiligen Ort nicht zu allen Taxiunternehmen oder Zentralen weitervermittelt. Dadurch ist eine umfassende und neutrale Taxi-Vermittlung über diese Nummern nicht überall gegeben.

Vorgeschriebene Ausstattung

  • •.Taxameter  

  • •.Dachschild mit der Aufschrift „TAXI“, quer zur Fahrtrichtung angebracht und von innen beleuchtet,  

  • •.Ordnungsnummer in der Heckscheibe rechts unten (sowohl von außen als auch von innen lesbar)  

  • •.Name und Anschrift des Unternehmers im Innenraum  

  • •.Tarifaufkleber des gültigen Taxitarifs der Gemeinde (nicht überall, jedoch z. B. in Berlin), in allen anderen Städten, Landkreisen und Gemeinden muss die jeweils gültige Taxitarifordnung im Fahrzeug mitgeführt werden (Pflicht lt. §10 BOKraft). Der Fahrgast hat somit die Möglichkeit, sich jederzeit über den gültigen Tarif zu informieren. Der Fahrer muss dem Fahrgast die Einsicht ermöglichen.  

  • •.Alarmeinrichtung (vorgeschrieben), gegebenenfalls weitere Sicherheitseinrichtungen für den Fahrer  

Nicht vorgeschriebene Ausstattung

  • •.Funkgerät (2-Meter-Frequenzbereich) – in den letzten Jahren wird die Vermittlung verstärkt per Datenfunk betrieben. Die Daten werden dann entweder über den Betriebsfunk (reichweitenbeschränkt) oder über GPRS (Beschränkung auf Handynetze) von der Zentrale an die jeweiligen Taxis gesandt  

  • •.Kindersitz(e)  

  • •.spezielle Innenbeleuchtung, Fußmatten, Verkleidungen, beschichtete Sitze etc.  

  • •.Kartenlesegeräte für bargeldlose Zahlung  

Gesetzliche Regelungen

Die gesetzliche Grundlage für den Taxiverkehr in Deutschland ist das Personenbeförderungsgesetz (PBefG) und die dazu erlassene Verordnung über den Betrieb von Kraftfahrunternehmen im Personenverkehr (BOKraft). Das PBefG regelt im wesentlichen die Genehmigungspflicht und das Genehmigungsverfahren. Im § 47 PBefG wird der Begriff Taxi definiert. Der Taxiverkehr ist eine Form des Gelegenheitsverkehrs (§ 46 PBefG). Auf Grund der rechtlichen Regelung des PBefG können die Kommunen für ihr Territorium (Pflichtfahrgebiet) entsprechende Beförderungsbedingungen und Beförderungsentgelte (Taxiordnung) festlegen, die meist die bestehenden gesetzlichen Regelungen konkretisieren oder über diese hinausgehen (§§ 39 und 51 PBefG). Der von den Kommunen genehmigte Taxitarif gilt nur innerhalb des Pflichtfahrgebietes. Eine Änderung des Taxitarifes wird im Regelfall durch einen Antrag von Vertretern des Taxigewerbes gestellt und bei der zuständigen Behörde zur Genehmigung eingereicht.

1971 wurde in Westdeutschland die Farbe der Taxis von Schwarz in Hellelfenbein (Farbe RAL-Nummer 1015) geändert. In einigen Bundesländern wurde die Außenfarbe der Taxen inzwischen freigegeben. Seither können dort die Taxi-Unternehmer die Farbe frei wählen. Eine bundeseinheitliche Regelung durch eine Änderung der BOKraft ist noch nicht erfolgt. Das Taxischild muss beleuchtet sein, wenn das Taxi zur Aufnahme von Fahrgästen bereit ist. In allen Fahrzeugen des ÖPNV, also auch Taxis, gilt seit dem 1. September 2007 Rauchverbot.

Nach einer Anhäufung von Gewalttaten gegen Taxifahrer und einer Zunahme von Taxifahrermorden erließ das Bundesverkehrsministerium unter Verkehrsminister Georg Leber (SPD) am 6. Januar 1966 die so genannte Trennwandverordnung. 1967 trat diese in Kraft und alle Taxis mussten bis zum 1. Januar 1968 mit einer kugelsicheren Trennwand, die im oberen Teil aus Panzerglas war, ausgerüstet werden. Die Luxusausführung war elektrisch versenkbar. Aus dieser Zeit stammt auch die Vorschrift, dass Taxis eine Alarmanlage haben müssen. Durch die Panzerglasscheibe wurden aber sowohl der Fahrerraum, als auch der Fahrgastraum räumlich sehr eingeschränkt. Große Fahrer konnten ihre Sitze nicht weit genug nach hinten schieben und im Sommer gab es zudem klimatische Probleme. Außerdem litt unter der Trennscheibe die Kommunikation zwischen Fahrer und Fahrgast. Aus diesem Grund beschwerten sich die Taxifahrer heftig. 1969 wurde deshalb die Trennscheibenverordnung wieder aufgehoben. Manche Fahrzeuge waren bis dahin noch nicht umgerüstet. Alle anderen Unternehmen bauten die bis zu 2.000 DM teuren Konstruktionen relativ schnell wieder aus, da deren hohes Gewicht einen erhöhten Kraftstoffverbrauch zur Folge hatte. Umstritten war auch die „Schwedenhaube“, eine Plastikhaube am Fahrersitz, die den Taxifahrer vor Angriffen von hinten abschirmen sollte. Sie setzte sich ebenfalls nicht durch.[3]

Für den Zeitraum der Fahrgastbeförderung sind Taxifahrer von der Gurtpflicht befreit, um z. B. bei Übergriffen durch Fahrgäste das Fahrzeug schneller verlassen zu können (§21a (1) StVO).

Service

Je nach Tarif (Taxe) gibt es Servicezuschläge; so kann sich der Fahrpreis zum Beispiel erhöhen durch:

  • •.Nacht-, Sonn- und Feiertagszuschläge  

  • •.Großraumzuschläge (Zuschlag für mehr als vier Fahrgäste)  

  • •.Anfahrtkosten (meistens ist die Anfahrt im Pflichtfahrgebiet frei)  

  • •.Gepäcktransport  

  • •.Einkaufsdienste ohne Fahrgast nach vorher mitgeteilter Einkaufsliste  

  • •.Gepäck bis zur Wohnungstür tragen  

  • •.Kurierdienste  

  • •.Pilotfahrten  

  • •.Lotsenfahrten  

  • •.Kfz-Starthilfe (oft auch im Auftrag des ADAC)  

  • •.Tiertransporte  

  • •.Bargeldlose Zahlung  

  • •.Wartezeiten auf Wunsch des Fahrgastes (zum Beispiel Stopp an der Apotheke, Bank/Geldautomat, etc.) oder verkehrsbedingt  

  • •.Laufenlassen der Klimaanlage im Sommer oder Standheizung im Winter bei längerem Stillstand des Fahrzeugs  

In Deutschland darf ein Taxi maximal neun Personen (einschließlich Fahrer) befördern. Mehr erlaubt weder der Personenbeförderungsschein noch der Pkw-Führerschein Klasse B. Klapp-Notsitze im Kofferraum (z. B. bei Kombis) gegen die Fahrtrichtung gelten als vollwertige Sitzplätze.

Der Fahrpreis wird innerhalb des Pflichtfahrgebiets mit dem Taxameter ermittelt, außerhalb des Pflichtfahrgebietes ist er frei verhandelbar.

Innerhalb des durch die jeweilige Gemeinde festgelegten Pflichtfahrgebietes besteht Beförderungspflicht, das heißt der Taxifahrer eines freien am Taxihalteplatz bereitgehaltenen Taxis darf eine Fahrt nicht willkürlich ablehnen, etwa aufgrund der Person des Kunden, der Länge der Fahrstrecke oder des Ziels. Für Fahrten, deren Beginn oder Ziel außerhalb des Pflichtfahrgebietes liegt, gilt das jedoch nicht. Der Taxifahrer darf jedoch die Beförderung in jedem Fall ablehnen, wenn die Betriebssicherheit gefährdet ist. Gründe hierfür können eine erhebliche Alkoholisierung des Fahrgastes, Verschmutzung, Bewaffnung (zum Beispiel geladene Schusswaffe), ein großer oder nicht angeleinter Hund, Aggressivität oder eine ansteckende Krankheit des Fahrgastes sein. Ebenso eine offensichtliche Zahlungsunfähigkeit des Fahrgastes.

Arbeitsfeld

Taxistand (VZ 229 in Deutschland)

Taxis stehen an speziell dafür vorgesehenen Halteplätzen, so genannten Taxiständen, bereit, um auf Fahrgäste zu warten. Taxis dürfen nicht ohne Auftrag an anderen Orten auf Kunden warten. Sie können aber an jedem Ort, an dem Kunden mit Handzeichen einen Beförderungswunsch signalisieren, diese aufnehmen. Dies gilt aber nur für das eigene Zulassungsgebiet. Außerhalb dieses Gebiets ist es gänzlich untersagt (das Aufnehmen von winkenden Fahrgästen dort trotz des Verbots, sofern nicht dortige Taxis direkt benachteiligt werden und es ausschließlich während der Rückfahrt in die eigene Betriebssitzgemeinde geschieht, gilt allerdings als lässliches Kavaliersdelikt, oft auch im Interesse des Fahrgasts).

Bei der Aufnahme und dem Ausstieg des Fahrgastes ist es in vielen Städten den Taxis sogar gesetzlich erlaubt, auf der Fahrbahn, unter Berücksichtigung des rückwärtigen Verkehrs, anzuhalten, um dem Fahrgast über den kürzesten Fußweg aufnehmen zu können.

Der Taxifahrer ist verpflichtet, unaufgefordert die kürzeste oder kostengünstigste Fahrtstrecke zu wählen, sofern der Kunde nicht die Strecke festlegt. Die Benutzung des Taxameters ist innerhalb des Pflichtfahrgebietes vorgeschrieben. Für Fahrten außerhalb des Pflichtfahrgebietes gilt der Tarif nicht; Fahrer und Fahrgast müssen sich dann vor Fahrtantritt über den Fahrpreis einigen. Fahrten ins Ausland sind zulässig, jedoch ist der Fahrgast verpflichtet, vor Grenzüberschreitung dem Taxifahrer seinen Reisepass auszuhändigen.

Für die Beförderung von Personen beträgt die Umsatzsteuer 7 % für Fahrten bis zu 50 km, sowie für Fahrten innerhalb einer Gemeinde (unabhängig von der Entfernung). Bei allen anderen Fahrten (auch Besorgungsfahrten, Starthilfe und anderen Sonderleistungen außerhalb der Personenbeförderung) gilt der Umsatzsteuersatz von 19 % (§12 (2) UStG). Ab Grenzübertritt ins Ausland darf dem Fahrgast keine Umsatzsteuer für Deutschland berechnet werden. Die Umsatzsteuer ist im angezeigten Fahrpreis eingeschlossen. Die Umsatzsteuer ist getrennt auszuweisen.

Voraussetzungen

Zum Führen eines Taxis ist in Deutschland ein Führerschein zur Fahrgastbeförderung (auch Personenbeförderungsschein für Taxi, umgangssprachlich P-Schein oder Taxischein) notwendig, der von der Straßenverkehrsbehörde erteilt wird. Dafür nachzuweisen sind zwei Jahre Fahrpraxis und Ortskenntnis (Ortskundeprüfung). Weiterhin wird ein Führungszeugnis und ein Auszug aus dem Punktekonto des Kraftfahrtbundesamtes in Flensburg sowie eine Tauglichkeitsuntersuchung nach der Anlage 5 der Fahrerlaubnisverordnung verlangt. Gegebenenfalls ist bei Annahme von Fahrgästen über Funk und in bestimmten Fällen auch als Grundvoraussetzung, dass der Fahrer eine Funklizenz besitzt, die in der Regel zusammen mit dem Erwerb des Personenbeförderungsscheins nach Einweisung und Prüfung erteilt wird. Bedingung ist jedoch, dass das 21. Lebensjahr vollendet wurde. Die rechtliche Regelung hierfür ist § 48 der Fahrerlaubnisverordnung (FeV).

Zahlen und Fakten

In Deutschland sind etwa 50.000[4] Taxis zugelassen. Davon sind 80 % einer der 500 Taxizentralen angeschlossen.

Technische Voraussetzungen

Um in Deutschland eine Zulassung als Taxi zu erhalten, muss ein Fahrzeug nach BOKraft bestimmte technische Voraussetzungen erfüllen:

  • •.Das Fahrzeug muss über mindestens zwei Achsen und vier Räder verfügen.  

  • •.Das Fahrzeug muss auf der rechten Längsseite mindestens zwei Türen haben und beidseitig Außenspiegel.  

  • •.Im Rahmen des zulässigen Gesamtgewichtes müssen bei voller Besetzung noch mindestens 50 kg Gepäck befördert werden können.  

  • •.Das Fahrzeug muss über eine normale und eine „stille“ Alarmanlage verfügen, die vom Fahrerplatz aus bedient werden kann, siehe Taxi-Alarm.  

  • •.beleuchtbares gelbes Dachschild quer zur Fahrtrichtung  

  • •.Vom Eichamt geeichtes und von der Behörde genehmigtes Taxameter  

  • •.Mindestens zwei volle (noch nicht gebrauchte) mit der gestanzten Ordnungsnr. versehene Quittungsblöcke.  

  • •.ein an gut sichtbarer Stelle angebrachtes, nicht unmittelbar veränderbares Unternehmerschild.  

Wer ein gebrauchtes Auto zu einem Taxi umrüsten will, muss ca. 3000 € zusätzlich zum Kaufpreis des Gebrauchtwagens investieren.

Schwarztaxi

Sogenannte Schwarztaxis fahren im Gegensatz zu den konzessionierten Taxis ohne behördliche Genehmigung und somit illegal. Oft bieten private PKW-Fahrer, manchmal unterstützt durch ein taxiähnliches Aussehen des eigenen Fahrzeugs, insbesondere zu Großveranstaltungen (Karneval, Konzert, Jahrmarkt, Messe etc.) an, Personen gewerblich zu befördern. Hierbei sprechen sie häufig gezielt offensichtlich Beförderung suchende Passanten an, werden aber ebenso häufig von diesen um Beförderung ersucht. Durch das sittenwidrige Handeln der Betreiber von Schwarztaxis kommt eine wie auch immer geartete Geschäftsbeziehung zwischen Fahrgast und Fahrer rechtlich nicht zustande, und es ergibt sich somit, auch nach Durchführung einer Beförderung, keine Pflicht zur Bezahlung des geforderten Fahrpreises.

In den letzten Jahren werden in Köln zunehmend Limousinen der Oberklasse verschiedener Autoverleiher von einigen Mietwagenunternehmen zur gewerblichen Personenbeförderung angemietet, um kostensenkend ihr Geschäft zu betreiben. Diese Fahrzeuge haben aber keine Zulassung als Mietwagen zur gewerblichen Personenbeförderung und werden daher ebenfalls illegal eingesetzt.

Situation in Österreich

Die Ausstellung des Taxilenkerausweises sowie die Taxibetriebsordnung ist Landessache. Daher gibt es 9 Betriebsordnungen sowie 1 Bundesbetriebsordnung, gültig derzeit BO 2003. Die Ausstellung des Taxilenkerausweises kann nur erfolgen, wenn:

  • •.die Lenkberechtigung Klasse B vorliegt und die Probezeit bereits vorüber ist, sowie eine einjährige Fahrpraxis vorliegt.  

  • •.die Vertrauenswürdigkeit vorliegt (keine Vorstrafen, keine Führerscheinentzüge), 5 Jahre rückwirkend.  

  • •.ein Mindestalter von 20 Jahren vorliegt.  

  • •.die Taxilenkerprüfung bei der Wirtschaftskammer abgelegt worden ist.  

  • •.ein mindestens sechsstündiger Erste-Hilfe-Kurs absolviert worden ist, laut FSG 1996.  

  • •.eine Ortskundeprüfung abgelegt wird (für den Bezirk).  

Die Ausstattung der Fahrzeuge ist der in Deutschland ähnlich.

Die Tarife sind vom Landeshauptmann festgelegt und gelten für den gesamten Bezirk. In diesen muss ein Taxameter verwendet werden (in Städten über 50.000 Einwohner vorgeschrieben). Außerhalb können die Unternehmer ihren Tarif selbst wählen, und es sind keine Taxameter vorgeschrieben.

Situation in anderen Ländern

In Teilen Afrikas, Lateinamerikas und Asiens sind neben PKWs auch Kleinbusse als Taxis üblich, in Asien und in einigen Städten Lateinamerika weiterhin Rikschas, Motor- oder Autorikschas, sowie Motorradtaxis. In Indonesien ist das Bemo ein typisches Verkehrsmittel. In England sind Taxis unter den Namen Cab oder London Taxi geläufig. Bekannt ist auch die riesige Taxiflotte von New York – eine Straßenszene in Manhattan ohne eines der über 12.000 „Yellow Cabs“ (siehe auch Checker Cab) ist nahezu unvorstellbar. In der Türkei verkehrt im gesamten Land der Dolmus, meist ein Kleinbus mit Sammelfunktion, mit dem man auch den hintersten Winkel des Landes erreichen kann.

Es gibt in vielen Ländern auch unterschiedliche Preise, da es keine einheitliche Eichung der Taxameter durch ein Eichamt oder ähnliche Institution gibt. In Frankreich zum Beispiel können zwei Taxis, die hintereinander dieselbe Strecke von A nach B fahren, völlig unterschiedliche Preise haben.

Trivia

Berühmte (ehemalige) Taxifahrer

  • •.Elli Blarr, erste deutsche Taxifahrerin  

  • •.Joschka Fischer, ehemaliger deutscher Außenminister  

  • •.Harald Grohs, ehemaliger deutscher Automobil-Rennfahrer  

  • •.Gustav Hartmann (1859–1938), der „Eiserne Gustav“  

  • •.Thomas Jahn, Regisseur  

  • •.Wolf-Dieter Poschmann, ZDF-Sportmoderator  

Taxis und Taxifahrer in Literatur und Film

Hans Fallada setzte mit dem Roman „Der eiserne Gustav“ aus dem Jahre 1938 dem berühmten Berliner Droschkenkutscher Gustav Hartmann ein Denkmal.

In ihrem Roman „Die Taxifahrerin“ hat die französische Autorin Victoria Thérame ihre eigenen Erfahrungen als Taxifahrerin im nächtlichen Paris verarbeitet.

Senta Berger spielt in der ZDF-Fernsehserie Die schnelle Gerdi eine Taxifahrerin.

Der Berliner Kabarettist Wolfgang Gruner wurde als Taxifahrer „Fritze Flink“ in einer Reihe von Sketchen bekannt.

Es gibt einige Filme, die das Taxifahren schwerpunktmäßig behandeln. Schon 1932 spielte James Cagney einen Taxifahrer in Taxi!. Night on Earth ist ein Episodenfilm, der aus fünf verschiedenen Städten (Los Angeles, New York, Paris, Rom und Helsinki) zur selben Zeit berichtet und dabei die unterschiedlichsten Situationen aus dem Berufsalltag von Taxifahrern beschreibt. In Taxi gibt es rasante Verfolgungsjagden durch Marseille, und in Das fünfte Element steuert Bruce Willis sein Fluggefährt durch eine futuristische Megalopolis mit Straßen in alle Richtungen, auch senkrecht. (Dieses Motiv findet sich wieder in der deutschen SF-Persiflage (T)Raumschiff Surprise - Periode 1). Der Taxi Driver von Martin Scorsese geht den gewalttätigen Weg des Einzelgängers, der einen missionarischen Kreuzzug gegen Schmutz und Dekadenz in der Großstadt führt. In Collateral wird ein Taxi samt Fahrer von einem Berufskiller gemietet und transportiert diesen zu mehreren Morden. In Die Taxifahrerin (frz. Titel Exterieur, nuit, Regie: Jacques Bral) spielt Christine Boisson eine Pariser Taxifahrerin, die durch außergewöhnliches Verhalten auffällt: Sie raubt einen Fahrgast aus und befördert andere zum „Fleischpreis“.

Literatur

  • •.Lehrbuch Der Taxi- und Mietwagenunternehmer, Verlag Heinrich Vogel, ISBN 3-574-24026-0  

  • •.Handbuch Taxi und Mietwagen, Verlag Heinrich Vogel, ISBN 3-574-24039-2  

  • •.Lehrbuch Fachkunde und Prüfung für den Taxi- und Mietwagenunternehmer, Verlag Heinrich Vogel, ISBN 3-574-24032-5  

  • •.Taxi – Das mobilste Gewerbe der Welt, Museum für Verkehr und Technik Berlin, Nicolaische Verlagsbuchhandlung Beuermann GmbH Berlin 1993, ISBN 3-87584-489-0  

  • •.Karen Duve: Taxi, Eichborn, Berlin 2008, ISBN 978-3-8218-0953-3, Roman [5]  

Einzelnachweise

  1. 1.? Sicherheit für Kinder – auch im Taxi!. Abgerufen am 9. Mai 2009.   

  2. 2.? Bitte ein Kindertaxi - zur Tagesmutter. Hamburger Abendblatt, 8. Juli 2008, abgerufen am 9. Mai 2009.   

  3. 3.? SicherheitsProfi 6/2010, Seite 29  

  4. 4.? Detaillierte Zahlen über das Taxi- und Mietwagengewerbe  

  5. 5.? Rezensionen des Romans Taxi  

Wikipedia

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